Auf die recht eigenwillige Frage, warum ich denke, ob es besser ist Frau oder Mann zu sein: Als Mann geboren, wäre ich manchmal doch lieber eine Frau. Ist der Spaß der weiblichen Selbstbefriedigung nicht höher? So scheint es mir.
Aber dann, monatlich dem roten Mond zu verfallen ist auch nicht so das Wahre. Und die schmerzen bei einer Geburt. Oh je. Und wenn man dann noch das Pech hat eine blonde Frau zu werden. Schrecklich, nicht wahr? Und wenn ich mir vorstelle nicht mehr die neben mir sitzende Frau zu imponieren indem ich mich in die wohlmöglich kleinste Parklücke gedrückt habe. Au weija. Oder die Tatsache, dass ich täglich für Mann, Kind oder das halbtote Großmütterchen am Herd stehe und Koche, die Wäsche wasche oder sämtliches Mobiliar vom Staub befreie sowie Teppich und Parkett mit röhrendem Gerät sauber sauge. Gott bewahre!
Nein, ich bin gern ein Männchen. Denn ich bin was besonderes, wenn ich saugen oder kochen kann. “Leckeres Mahl, Herr Gemahl!”, sagte die anmutige, mir gegenübersitzende Frau, kurz bevor sie seitlich vom Stuhl fiel und sich krümmend vor Bauch- und Unterleibschmerzen zusammenrollte.
Ich bin was besonderes, wenn ich den Mut aufbringe meine Großmutter täglich zu waschen. “Respekt, mein Freund, Respekt!”, staunte Peter, der zum Glück die Großmutter beim Pokern längst verwettet hatte. Ratet wer der Gewinner war und sie täglich zu Abend bettet?
Ich bin was besonderes, wenn ich draußen im Garten bestückt mit Korb und Wäscheklammern an einer Leine stehe und die saubere Wäsche aufhänge, während mich – über die Hecke schielend – Frau Meier grinsend belächelt und die Falten stets bemängelt, obgleich ich beherzt versuche ihre Kritik durch gewiefte Selbstbeherrschung der Durchführung jener Aufgabe, die der Frau doch eher zugeschrieben ist, zu bestehen. “Ach, is’ die jute Frau malochen und hat Ihnen die Janze Hausarbeit jelassen?.” Der kleine Sohn springt dann meistens vor und schneidet wild grimassen. “Ja, Frau Meier, denn sie hat mich vor 2 Jahren samt Cabrio stillschweigend verlassen.”
Gewiss, seid geschockt. Aber ich bitte euch zu beachten: Purer Zynismus. Was besser ist, ist mir gleichgültig. Ist es denn zu ändern?

Eine Sammlung* von bösem Satire, blankem Zynismus, verwirrter Lyrik und anderen, literarischen Blackouts. Die gut geschriebenen Zeilen bieten anspruchsvollen aber schönen Humor der es mit einem Schmunzeln vielleicht bei Manchen schafft die ein oder anderen Erinnerungen aufzuwecken. Unbeding mal reinschauen. INBEGRIFF.de Mein bisheriger Lieblingstext: Coitus interuptus. ;) (*wie vom Autor beschrieben)

“Bernd hat ein Snickers stibitzt.”
“Bernd hat ein Snickers stibitzt?”
“Das sagte ich bereits, ja.”
“Warum?”
“Er war der Meinung die Gesellschaft sei ihm ein Snickers schuldig.”
“Die Gesellschaft?”
“Ja. Soziologisch gesehen ein Zusammenleben von Menschen.”
“Aber im Konsum arbeitet doch nur Peter.”
“Peter vertritt dann wohl die Gesellschaft.”
“Danke. Ich möchte aber nicht von einer praktizierenden Jungfrau vertreten werden.”
   ”Wo ist Bernd jetzt?”
“Im Konsum.”
   ”Ich war der Meinung er ist der Gesellschaft eine Entschuldigung schuldig.”

trüb grauer himmel, kühle leere luft;
gedankenlose stille, geheimnisvolle gruft.
hinab hinab, so fiel der stein;
frei im fall ohne reue, scham und pein.

die seele erfroren, das herz verdorrt;
gefühle längst vergessen, verloren am einstigen ort.
sie rollt auf mich hinzu, des kugels schurkerei;
dem bösem ausgeliefert, kein ende dieser maskerei

doch die seligkeit erscheint nun ohne blende;
der schleier verfällt, und es naht – was sonst? – das ende.

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FYI: March 1 2005, 3:47 pm

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